Ein Schullandheim der besonderen Art

26.06.2026
Schülerinnen und Schüler der AGY7a
Von der Erlebnissen der AGY7a berichtet das Klosterblatt Sanctum Tempus

Mit der Zugfahrt von Cannstatt nach Nürnberg mit einem „alten“ Zug bei dem man die Türen noch selbst öffnen musste, begann das Schullandheim der AGY7a in Begleitung von Frau Nanz und Herr Killgus. Nach Umstieg in Nürnberg ging es über Hof weiter nach, Selbitz, wo ganz überraschend unser Gepäck vom Bahnhof abgeholt wurde. So mussten wir unsere Koffer nicht den Wildenberg hochziehen. Im Zug hatten wir die Zeit mit Essen, Lachen, Spielen verbracht – und zwischendurch suchten wir immer wieder nach unseren Handys – aber ups…die waren ja gar nicht dabei :-).

Daher gab es ein tägliches Update der Schülerinnen und Schüler via Klosterblatt an die Eltern.

 Hier ein paar Auszüge davon:
 
Ankunft im Kloster
 
Vor dem Abendessen waren wir im ersten Abendgebet mit den Schwestern. Es ist ganz schön schwierig mit so vielen zusammen in “Stille” zu sein. Die Abendandacht war eine Mischung von Lobpreis, Gebet und Stille. Diesen Rhythmus machen die Schwestern dreimal.
 

Nach dem Abendessen  zeigte uns Schwester Mirjam das Ordenshaus und die Kirche, in der sie uns sehr viel über das Leben im Kloster erzählt hat. Dort hatten wir auch die Gelegenheit unsere Fragen über das Klosterleben und ihren Eintritt ins Kloster zu stellen. Schwester Mirjam hat uns erzählt, dass eine sehr lange Zeitspanne zwischen der Entscheidung ins Kloster zu gehen und dem eigentlichen Eintritt liegt.

Unser Eindruck von diesem evangelischen Kloster hat uns sehr überrascht: Es war sehr modern und nicht altmodisch, es war nicht so sehr abgelegen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Eigentlich haben wir uns das Kloster wie im Mittelalter vorgestellt.

Nach der langen Zugfahrt brauchten wir alle noch ein bißchen Bewegung. Nach unserem Besuch bei der Weidenkapelle trafen wir uns auf dem Sportplatz und spielten gemeinsam Volleyball oder Fußball. Alle hatten viel Spaß und es tat gut nach dieser langen Zugfahrt sich ein bisschen zu bewegen und auszupowern. Insgesamt hatten wir sehr viel Spaß und freuen uns auf die kommenden Tage. (Juna, Lena, Emily und Hannah)

Gartenarbeit 

Nach Morgengebet und Frühstück beteiligten wir uns an der Gartenarbeit. Sr. Heidi teilte uns in 2 Gruppen ein, die erste Gruppe befreite den Eingangsbereich des Ordenshauses vom Unkraut, sodass die Schwestern nicht stolpern und es wieder schön aussieht. Die andere Gruppe durfte mit vielen Schubkarren Rindenmulch auf den verschiedenen Gartenwegen des Klostergartens verteilen. Wir haben drei Anhängerladungen geschafft. Der Garten ist riesig, ca. 2 Hektar, und die Schwestern bauen dort über 100 Tomatensorten und viele Gemüsesorten an. Gut, dass wir ihnen geholfen haben! 🙂 

Wir wurden von vielen Schwestern gelobt….Yeah! ((Pia, Ferdinand)

Besuch im Hackschnitzelheizwerk des Klosters

“Völlig ohne Atom schenkt uns die Sonne Strom”

Bereits 2011 wurde das Hackschnitzelheizwerk eingeweiht und die Christusbruderschaft mit dem Ordenshaus, dem Gästehaus, dem Pflegeheim, dem CVJM Heim und einigen Privathaushalten wird hier mit Wärme versorgt. Beeindrucken war, wie groß der Holzhaufen war, der hier fürs Heizen für nur wenige Tage benötigt wird (im Winter hält der Haufen nur eine Woche, im Sommer ca. 3 Wochen um aufgebraucht zu werden. Die Ordensgemeinschaft setzt so ein deutliches Zeichen für den Umwelt- und Ressourcenschutz und haben dafür sogar einen Umweltpreis gewonnen.

Außerdem gibt es eine große Photovoltaikanlage, die aber nur zur Einspeisung ins Netz genutzt wird, da sie für die Schwesternschaft nicht reichen würde. (Clemens, Kaden)

Klosterrallye 

Danach haben wir mit Schwester Wiebke eine Klosterrallye gemacht, über das ganze Klostergelände. Dabei haben wir viel Spaß gehabt und einiges über die Schwestern und ihr Leben erfahren, z.B., dass Sr. Wiebke Lakritze mag.

Quiz des Tages – was denkt ihr:

Feiern die Schwestern Fasching und verkleiden sich?

Schauen sie die Fußball-WM mit Chips und Bier?

Wie viele Hühner haben die Schwestern?

 
 

Kreatives Projekt – Spiegel gestalten

Nach der Klosterrallye hat Frau Nanz eine Andacht darüber gehalten, dass wir und unsere Mitmenschen im Spiegel nur unser Äußeres sehen, aber dass Gott sieht, was und wie wir im Inneren sind: Wir sind als Gottes Ebenbild geschaffen. Außerdem können wir durch unser Leben widerspiegeln, wie Jesus mit anderen Menschen umgegangen ist. Nach der kurzen Andacht von Frau Nanz sind wir raus gegangen und haben Holzspiegel gestaltet mit einem Bibelvers. Davor haben wir den Bibelvers für uns rausgesucht. Der Bibelvers soll daran erinnern, dass wir wunderbar gemacht sind. 

Wir konnten die Spiegel mit Acryfarben und Mosaiksteinen verzieren. Es gab auch schöne Sticker, z.B. Buchstaben und Edelsteine. Wenn man damit fertig war, konnte man sich danach noch eine Holzform nehmen und diese auch schön bemalen. 

Wir sind direkt danach um 17:30 Uhr in die Abendandacht in die Kapelle im Gästehaus gegangen. Dort singen und beten wir gemeinsam mit den Schwestern. Außerdem wird aus der Bibel vorgelesen. Danach gab es leckeres Abendessen. (Muriel, Jonas) 

Gartenarbeit Teil 2

Nach dem Morgengebet und anschließendem Frühstück machte sich ein Teil der Gruppe uns auf den Weg zu der Rosenkapelle. Wir durften sogar auf dem kleinen Anhänger mit dem Traktor zur Rosenkapelle fahren. Dort angekommen haben wir drei saftige Ladungen Rindenmulch bekommen, den wir anschließend mit den Rechen auf dem Boden verteilt haben. Die Rosenkapelle ist ein Ort am Waldrand, wo man zur Ruhe kommen und die Stille mit Gott genießen kann; es steht also kein Gebäude dort. Außerdem mussten wir einen alten Rosenstrauch mit der Wurzel ausgraben. Im Anschluss kam Sr. Heidi mit ein paar Schülern und brachten ihre selbst zugeschnittenen Haselnusszweige, die wir anschließend um die Gebetsstelle geflochten haben. Währenddessen hat die andere Gruppe im Innenhof des Ordenshauses Unkraut entfernt. Als Belohnung für unsere harte Arbeit haben wir von Sr. Heidi ein Eis bekommen, das wir an der Rosenkapellen genossen haben. (Franz, David, Lukas)

Wanderung zur Windkraftanlage

Nachdem wir Mittag gegessen haben, sind wir über eine Stunde zu einem Windkraft bei Selbitz gelaufen. Das war für manche sehr anstrengend. Dort angekommen wurden wir freundlich empfangen von einer Mitarbeiterin, die das Windrad mitgebaut hat. Dann hat sie uns viele Informationen über das Windrad und die Energiegewinnung aus Wind gegeben. Wir durften sogar in das Windrad reingehen und uns den Aufzug und den Transformator anschauen. Das Windrad ist mit den Flügeln 200 Meter hoch und liefert Strom für ca. 3000 Haushalte pro Jahr. Das entspricht ganz Selbitz.

Segnungsabend

Nach der Abendandacht und dem Abendessen wurden wir von Sr. Mirjam und Sr. Beate in die Kapelle eingeladen. Wir durften Dankeskerzen am Altar anzünden, Steine als Zeichen für unsere Last an das Kreuz von Jesus legen und einen Segen von den Schwestern empfangen. Außerdem haben wir noch drei Lieder gesungen. Die Lieder haben wir gekannt, anders als die Lieder aus den Morgen- und Abendandachten von den Schwestern. Es war sehr schön und atmosphärisch. (Milo, David N.) 

Stockbrot

Direkt nach dem Segnugnsabend gingen wir hoch auf die Terrasse. Ein paar von uns haben ein Lagerfeuer gemacht. Während wir gemütlich um das Feuer saßen, hörten wir der netten Schwester Edeltraut von ihrer besonderen Lebensgeschichte zu. Sie hat uns viel aus ihrem Leben und ihren Weg in die Gemeinschaft in die Kommunität erzählt. Danach brachte Sr. Mirjam uns einen Stockbrotteig, welchen wir mit großer Freude backen durften. Bei manchen hat das gut geklappt, bei manchen weniger. Die Erkenntnis ist: Geduld ist der Schlüssel zu einem gelungenen Stockbrot :-).(Lukas, Ferdinand)

 

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