Juni 2026. Den ganzen Tag über hatte es geregnet. Pfützen sammelten sich auf dem Baugelände, der Boden war aufgeweicht, der Himmel grau. Und dann, kurz bevor die Feier beginnen sollte, hörte der Regen auf. Von oben blieb es trocken und für alle, die an diesem Nachmittag zusammenkamen, war das schon ein erstes kleines Zeichen: Hier wird gerade etwas auf den Weg gebracht, das von oben gesegnet ist.
Zur Grundsteinlegung der neuen Grundschule in der Möhringer Landstraße versammelten sich Geschäftsführung und Vorstand der FES, zahlreiche Mitarbeitende, vor allem aus der Grundschule, Vertreter der Baufirma Mörk sowie Gäste aus Politik und Presse. Es war zu spüren: Dieses Ereignis betrifft nicht nur Architekt und Bauleute, sondern eine ganze Schulgemeinschaft, die sich seit Monaten auf diesen Tag gefreut hat.
Ein Gottesdienst als Festakt
Schon die Form der Feier machte deutlich, worum es bei diesem Bauprojekt eigentlich geht. Der Geschäftsführer Michael Proß begrüßte die Gäste und führte in einen kurzen Gottesdienst ein, in dem ganz bewusst um Segen für die neue Schule gebeten wurde. Ein Lied wurde gesungen, dann sprach Andrea Dürr, die Schulleiterin der Grundschule. Besonders berührend: Wünsche von Kindern und Lehrkräften für das neue Gebäude wurden vorgetragen, kleine und große Hoffnungen, die nun buchstäblich mit eingebaut werden.
Nach einem weiteren Lied hielt Vorstandsvorsitzender Gottfried Holland eine kurze Predigt. Ihre Quintessenz blieb unmissverständlich: „Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“ (1. Kor. 3,11). Damit machte er deutlich: Das eigentliche Fundament dieses Gebäudes steht längst fest, weit über alles Sichtbare hinaus.
Eine Zeitkapsel für die Zukunft
Ein besonderer Moment war das Einlassen einer sogenannten Zeitkapsel in die Kellerwand des neuen Gebäudes. Sie beinhaltet eine Bibel, die gesammelten Wünsche von Kindern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Grundschule, die Festschrift zum 35-jährigen Bestehen der FES Stuttgart sowie den oben genannten Bibelvers, der für die FES weit mehr ist als ein Zitat: Er ist die Basis, auf der die Schule steht, unsere gemeinsame Überzeugung. Diese Kapsel wird später in die Wand einbetoniert. So wird sie symbolisch wie tatsächlich fester Bestandteil des Gebäudes: ein steinerner Anker mit geistlicher Botschaft, der lange nach dieser Feier noch im Fundament ruht.
Im Anschluss wurden alle Wünsche in einem Gebet zusammengefasst, bevor die Anwesenden gemeinsam das Vater Unser sprachen. Selten lässt sich der Beginn eines Bauprojekts so unmittelbar mit Gemeinschaft und Glauben verbinden wie in diesem Moment.
Verbunden über Generationen hinweg
Auch Projektleiter Daniel Kurzius von der Baufirma Mörk kam zu Wort und sprach mit erkennbarer Herzlichkeit. Der Bau christlicher Schulen sei für Mörk ein echtes Herzensanliegen, sagte er. Und die FES Stuttgart umso mehr, da zwei der Mitarbeiter auf dieser Baustelle selbst einmal Schüler an unserer Schule waren. Was für ein schönes Bild, dass Menschen, die hier einst gelernt haben, nun mit eigenen Händen die Schule für die nächste Generation errichten.
Anstoßen auf einen guten Start
Die Freude war den ganzen Nachmittag über spürbar gewesen, beim anschließenden Sektempfang mit Häppchen in der Aula wurde sie auch ausgelassen gefeiert. Man tauschte sich aus, freute sich gemeinsam und blickte voller Zuversicht auf die kommenden Bauphasen.
Der Regen hatte pünktlich aufgehört. Der Grund ist gelegt. Und alle, die an diesem Tag dabei waren, tragen die Gewissheit mit sich, dass hier mehr entsteht als nur ein Schulgebäude: Hier entsteht ein Ort, an dem Kinder lernen, wachsen und im Glauben gestärkt werden dürfen.